Systemische/r Familienberater/in - eine Kompetenzerweiterung für die Arbeit mit Familien
Eine einjährige berufsbegleitende Weiterbildung zur Kompetenzerweiterung in der Arbeit mit Familiensystemen.
Die Weiterbildung umfasst 21 Seminartage, überwiegend am Wochenende.
Leitung:
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Diese berufsbegleitende Weiterbildung wurde 1992 von Dr. Rudolf Kaufmann entwickelt und wird von allen LehrtherapeutInnen des Instituts angeboten.
Für wen ist die Kompetenzerweiterung Systemische/r Familienberater/in geeignet?
Die Weiterbildung wendet sich an Personen, die in sozialen Arbeitsfeldern mit ganzen Familien oder Teilfamilien arbeiten, deren Hauptaufgabe und deren professioneller Auftrag und Anspruch jedoch nicht im engeren Sinn der systemischen Beratung und Therapie gilt.
Inhalte:
Der Kurs bietet den TeilnehmerInnen die Möglichkeit,
- sich neue systemische Sichtweisen zu erarbeiten und diese in ihre bisherige Tätigkeit zu integrieren,
- ihre Handlungskompetenzen in der Arbeit mit Familien-Systemen durch systemische Theorie und Methoden zu erweitern und neue hinzuzuerwerben,
- Fähigkeiten für weitere berufliche Aufgaben zu entwickeln und sich als professionell Handelnde durch die Kompetenzerweiterung mit systemischen Theorien und Methoden weiter zu qualifizieren.
Die grundlegende Methodik und Didaktik der Seminare basiert darauf, dass die TeilnehmerInnen eigene Erfahrungen einbringen und diese reflektieren. Umgekehrt wird so ein Transfer der Lehrinhalte in den eigenen Arbeitszusammenhang möglich.
Vorerfahrungen werden in neue, erweiterte Modelle der Praxis integriert, diese werden vorgestellt und eingeübt. Dies geschieht in der Gesamtgruppe wie auch in kleineren Subgruppen.
Zum systemischen Lernen gehört auch die Reflexion der Arbeitspraxis der TeilnehmerInnen, ihres Arbeitskontextes und ihrer Person.
Diese Weiterbildung kann entweder als eigenständige Weiterbildung abgeschlossen werden, oder sie kann als Teil einer sich anschließenden Weiterbildung Systemische Beratung nach den Richtlinien der Systemischen Gesellschaft, Modul 2, genutzt werden. Teilnehmer, die die Möglichkeit zur Fortsetzung der Weiterbildung für sich nutzen wollen, nehmen im Modul 1 vom Beginn der Weiterbildung an bereits an den Lernbereichen teil, die auch für das Modul 2 wichtig sind, diese sind unter anderem Literaturstudium, Peer-Gruppe usw.
Themen dieses Moduls sind:
Soziales Wirken und Systemisches Modell (Paradigma) 3 Tage
- Einführung in das Systemische Modell und Paradigma
- Regeln und Modelle der menschlichen Systeme
- Zugangsmöglichkeiten zu Familiensystemen
- Grenzen und Zuordnungen
- Familientypologien, Genogramme, Arbeitsplatz-Systeme, Organigramme
- Die Position der Beraterin/des Beraters, deren Handlungsziele und
Angebote
Kommunikation in Familien 3 Tage
- Kommunikation als Schlüssel eines Humansystems
- Direkte und indirekte Botschaften
- Interaktionsanalyse der Beziehungen innerhalb der Familie und zur
Person der Beraterin/des Beraters
- Entwicklung einer kongruenten Kommunikationsform
- Interview-Techniken und Kontraktformulierung
Krisengespräche mit (Teil-)Familien 3 Tage
- Entwicklungspsychologische Stationen eines Humansystems
- Ordnung und Chaos aus der Sicht der Klienten und BeraterInnen
- Natürliche und reaktive Krisen, Arbeit mit (Teil-)Familien
- Krisengespräche mit Beziehungsanalysen (Erkrankungen, Gewalt usw.)
- Interventionsstrategien im Rahmen des Arbeitsauftrages
(in Verbindung mit dem Sorgerecht)
Familien-Rekonstruktion 5 Tage
- Die persönliche Entwicklung der Beraterin/des Beraters
- Regeln und Beliefsystem des eigenen Familienhintergrundes
- Fördernde und hindernde Familienregeln
- Neuentscheidungen und Veränderungsschritte
Suchtstrukturen in Familien 3 Tage
- Besonderheiten der Suchtstrukturen in einer (Teil-) Familie
- Stoffliche und mentale Suchtsysteme
- Beraterischer Umgang mit Suchtfamilien
- Interventions- und Veränderungsstrategien
- Ambulante und stationäre Hilfssysteme
Selfcare der Familienberaterin/des Familienberaters 4 Tage
- Stärkung der eigenen Kompetenz
- Selfcoaching
- Aufbau eines persönlichen und beruflichen Support-Systems
- Helferkonferenzen (Umgang und Begrenzung)
- Verhütung des Burn-out-Syndroms
- Abschluss einer Beratung
- Schlussreflexion der Weiterbildung
Teilnahmevoraussetzungen
- Abgeschlossene Berufsausbildung (Fachschule, Fachhochschule/Universität)
- Teilnahme am Infoabend
- Die Möglichkeit, in der beruflichen Praxis eigenständig mit familiären Systemen und/oder Teilsystemen arbeiten zu können.
Zeitrahmen
- Die Weiterbildung umfasst 21 Seminartage/168 UE im Laufe eines Jahres (eine UE/45 Min.)
- Peergruppenarbeit mind. 50 UE
- Literaturstudium 20 UE
Seminarorte:
- Bremen/Bassum und Lüneburg oder Altenmedingen
Teilnahmegebühr:
- € 1.650,-
Beginn der nächsten Ausbildung:
- 02.03.2012 in Bremen, der Termin für den Informationsabend wird noch bekannt gegeben
- in Lüneburg in Kooperation mit der VHS REGION Lüneburg, Termin auf Anfrage
Mehr Informationen
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